Ganzheitlicher Ansatz

Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Therapeutinnen arbeiten interdisziplinär zusammen. Der Unterricht basiert vorwiegend auf individuellem Lernen und persönlicher Betreuung, wenn immer möglich in kleinen Lerngruppen. Die «Schule im Park» arbeitet mit Förderplänen, die auf die Kinder zugeschnitten sind. Jedes Kind wird ganzheitlich beurteilt. Die individuellen Lernziele werden in vielfältigen und unterschiedlichen Unterrichtssituationen erreicht. Diese beinhalten stunden- und stoffbasierte Einzelförderung und Kleingruppenunterricht, welcher wenn immer möglich in Handlungsräumen stattfindet: z.B. Mathematik und Zahlenverständnis bei der Planung eines Tiergeheges; schriftliche Sprache, wenn die Kinder ihre persönlichen Lernportfolios führen; Mensch & Umwelt mit thematischen Schwerpunkten in der Erlebnispädagogik.

Der Unterricht erfolgt in Anlehnung an die Lehrpläne der Regelschule. Die obligatorischen Lehrmittel der Volksschule sind für die «Schule im Park» verpflichtend. Eine enge Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten ist verbindlicher Bestandteil der Förderung.

Zielgruppe

Die Schule im Park richtet sich an normal begabte Kinder mit auffälligem Verhalten. Sie nimmt Lernende auf, die aufgrund ihres Verhaltens in der öffentlichen Schule nicht unterrichtet werden können oder aus familiären und sozialen Gründen auf ein separatives Schulangebot angewiesen sind.


In Kürze

  • Individuelle Förderplanung
  • Heilpädagogische schulische Förderung
  • Erlebnispädagogische Angebote

Erlebnispädagogik

Erlebnispädagogische Erfahrungsräume wie Kleintierpflege oder das Mithelfen in einem landwirtschaftlichen Betrieb ermöglichen den Kindern handlungsorientierte Lernfelder. Durch aktive Beteiligung erfahren die Kinder Selbstwirksamkeit, können ihre Grenzen erfahren und damit Vertrauen in sich selbst gewinnen.

Arbeiten wie Melken, Füttern, Misten und die Pflege von Kleintieren eröffnen den Kindern praktische Erfahrungs- und Beziehungsfelder.

Phasen des Aufenthalts

Der Aufenthalt der Lernenden in der «Schule im Park» ist in verschiedene Phasen aufgeteilt. Jede dieser Phasen zeichnet sich durch unterschiedliche Zielsetzungen aus und wird jeweils durch eine Standortbestimmung in Form eines Gesprächs mit den Beteiligten eingeleitet oder abgeschlossen. Die Dauer der jeweiligen Phase ist abhängig von der individuellen Entwicklung der Lernenden.

1

Aufnahme- und Eintrittsphase

Kinder und Erziehungsberechtigte werden vor dem Eintritt eingehend darüber informiert, was die «Schule im Park» ist und  werden zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit unseren Fachkräften motiviert.

2

Orientierung und Beobachtung

Nach erfolgtem Eintritt soll sich das Kind im neuen Umfeld orientieren können, die Umgebung kennenlernen und eine vertrauensvolle Beziehung zu den Betreuungspersonen aufbauen können.

3

Entwicklung

Das Kind erlebt, dass Lernerfolge und neu gelerntes Verhalten stärkend wirken. Die Akzeptanz und das Angenommen-Sein werden sich mehr und mehr auf allen Ebenen einstellen.

4

Austritt

Tritt ein Kind aus der Schule aus, so erfolgt dies nach der vereinbarten Zeit und nach Absprache unter den Beteiligten. Bei Bedarf wird mit der neuen Schule eine Schnupperzeit vereinbart.

5

Reintegration in Schule und Familie

Auf den Austrittstermin hin bereitet die «Schule im Park» den Übertritt vor und vollzieht diesen. Während der ersten Wochen nach dem Austritt betreut die «Schule im Park» die Lernenden um die Nachhaltigkeit des Aufenthalts und die Integration zu unterstützen.